Darum hängt die Zukunft der Systemgastronomie von smarten Self-Order Lösungen ab.

Die Zukunft der Systemgastronomie hat viele Gesichter. Während Technologie und Mensch immer weiter verschmelzen, entwickeln sich Self-Oder Systeme langfristig zu einem der wichtigsten Faktoren in der Systemgastronomie.

Ob der Kunde seine Ikea-Möbel selbst aufbaut, selbst eine Überweisung per Onlinebanking verschickt oder der Gast beim Supermarkt oder (wieder bei Ikea) selbst am Kiosk bezahlt. Die Erfahrung zeigt, dass sich die Auslagerung eines Arbeitsschrittes auf den Gast langfristig durchsetzt und letztendlich sogar vom Gast gewünscht wird. Wer würde heute noch gerne seine Banküberweisung durch einen Mitarbeiter durchführen lassen oder ewig in der Supermarkt-Schlange stehen ?

Ausgelöst wurde die Self-Order Revolution durch Mc Donalds, welches mit  weltweiten Rollouts im Zuge der “Restaurant der Zukunft”-Kampagne seine Gäste mit einem neuartigen Bestellsystem überraschte. Inzwischen sind Gäste die schnelle Bestellmöglichkeit gewohnt und vermissen sie, sobald sie wieder in einer Schlange warten müssen. Es folgt eine Veränderung der Wahrnehmung. Zu einem guten Konzept gehört es nun einmal, seine Gäste nicht lange warten zu lassen. Die eingesparte Zeit kann das Personal besser für wichtigere Dinge, insbesondere andere Arten von Service nutzen. Mit fortschreitenden Innovationen wird sich die Wahrnehmung von Kunden weiter ändern, denn Self-Order Lösungen stecken noch in den Kinderschuhen.

Eine Win-Win-Win-Situation

In der Systemgastronomie steigt die Nachfrage nach Self-Order Lösungen enorm, doch was treibt diese Entwicklung an? Es gibt mehrere Faktoren, die zu einer erhöhten Nachfrage führen.

Für den Kunden:
Kürzere Schlangen und damit kürzere Wartezeiten. Für Gäste, die vom Platz bestellen, bietet sich der maximale Komfort.

Für den Gastronomen:
Self-Order-Lösungen geben dem Personal die Möglichkeit, sich anderen Aufgaben zu widmen, wie z. B. der Kundenbindung und der Zubereitung von Speisen. Es werden sowohl reine Personalkosten gespart, als auch die Kosten für die regelmäßige Einarbeitung neuer Mitarbeiter und die Kosten durch spontane (Krankheits)-Ausfälle. Gesammelte Daten können für Analysen verwendet werden, um Bereiche zu finden, in denen der Betrieb verbessert und die Kosten optimiert werden können, wie z.B. Prognosen für weitere Einkäufe oder Upselling-Möglichkeiten. Es kann das erste mal das volle Bestell-Potenzial von allen Gästen ausgenutzt werden. Wo sonst die Bestellmengen von der Zeit und Aufmerksamkeit des Kellners oder von der Länge der Warteschlange abhingen, kann nun jede Bestellung die gewünscht ist, auch wahrgenommen werden. Ergo, es gibt deutlich mehr Umsatz.


Mit so vielen Möglichkeiten, um sowohl das Kundenerlebnis zu verbessern, mehr Bestellungen einzuholen, als auch unter dem Strich zu sparen, bietet die Self-Service-Technologie eine Win-Win-Win-Lösung. Restaurants, die nicht die neueste Technologie nutzen, verlieren gegenüber technisch versierten Konkurrenten an Boden.

Personalmangel steigt trotz Zuwanderung

Angesichts der Arbeitssituation liegt die Zeit nicht auf der Seite der Industrie. Der Arbeitskräftemangel wird sich in den nächsten Jahren weiter verschärfen. Ausgebildetes Personal mit guten Deutschkenntnissen zu finden ist eine der größten Herausforderungen der kommenden Zeit.
Während die Umsätze der Gastronomie-Branche in den nächsten Jahren auf über 60 Milliarden € in Deutschland wachsen werden, fehlen auf der anderen Seite immer mehr Arbeitskräfte. Die Systemgastronomie war in der Vergangenheit zur Besetzung der meisten Positionen im Servicebereich auf Mitarbeiter im Alter zwischen 16 und 30 Jahren angewiesen. Laut statistischem Bundesamt¹, wird dieses Bevölkerungs-Segment in den nächsten 10 Jahren von 12,5 Millionen auf 10,8 Millionen sinken. Eine hohe Nettozuwanderung ist bereits eingerechnet.

Das sollten Sie vor dem Start bedenken

Überlegen Sie ein Self-Ordering-System einzusetzen? Dann sollten Sie zuerst die wesentlichen Fragen klären.

1. Konzepterstellung 

Um die richtige Auswahl zu treffen, brauchen Sie eine Lösung, die optimal auf Ihr Gastronomie-Konzept zugeschnitten ist. Bringt der Kellner zum Tisch oder holt der Gast selbst ab? Bestellung per Order-Terminal oder per eigenem Smartphone. Per App oder Webapp? Welcher Zahlungsanbieter ist optimal für Ihren Durchschnittswarenkorb und welcher wird in Ihrem Land/Region überhaupt angenommen? Die Software sollte in Ihrem Design als Whitelabel erscheinen. Ebenso sollte das Design, die Größe und die Farbe des Terminals zu Ihrer Einrichtung passen. Self-Order-Lösungen sollten außerdem eng in Ihr POS-System integriert sein, damit Bestellungen automatisch verarbeitet werden und nicht viel Zeit und Arbeit erfordern, um Menü-Elemente und Preise auf dem neuesten Stand zu halten.

2. Einführung & Rollout

Sie können davon ausgehen, dass es betriebliche Änderungen geben wird, an die sich Ihr Restaurant anpassen muss. Dinge wie die Vorbereitung Ihrer Mitarbeiter auf eine schnellere Bestellung, veränderte Arbeitsabläufe und die Vorbereitung auf eine Menge Feedback und Fragen der Kunden sind Teil des Implementierungsprozesses. Aber keine Sorge, wir haben einen Prozess entwickelt, um all Ihre Fragen und Abläufe spielend leicht zu klären, Ihr optimales Konzept herauszufinden und gemeinsam mit Ihnen an Ihre Franchisepartner auszurollen.

3. Optimierung

Kommen wir zum spaßigen Teil, der Optimierung. Sobald das System einmal läuft, bieten sich viele neue Möglichkeiten. Finden Sie heraus welche Upsell-Möglichkeiten Sinn machen und optimieren Sie Schritt für Schritt Ihre Digitalstrategie. A/B-Testing innerhalb derselben Filiale bietet Ihnen völlig neue Erkenntnisse. Filtern Sie das optimale Angebot, den optimalen Preis oder die optimale Speisekarten-Anordnung und vieles mehr heraus. Mit Hilfe von intelligenter Software finden wir passende Zusatzangebote für jeden individuellen Gast und vieles mehr heraus.

 Fazit

Es bieten sich für smarte Restaurants ungeahnte Chancen, um in den nächsten Jahren einen enormen Wissensvorsprung zu erreichen. Die Zukunft der Systemgastronomie wird zu großen Teilen von intelligenten Self-Ordering-Systemen abhängen, welche über Erfolg und Misserfolg in der neuen Ära entscheiden. Auch wenn es zunächst gruselig klingt, wird in den nächsten Jahren per Sprachsteuerung bestellt werden, virtuelle und erweiterte Realität (augmented reality), sowie Kryptowährungen mehr Einfluss gewinnen und Stammgäste mittels Gesichtserkennung erkannt werden. 

Sie Sie bereit?  Wir beraten Sie gerne hier.

¹ service.destatis.de/bevoelkerungspyramide